Nach der Futteraufnahme erfolgt der erste Verdauungsschritt durch die Einspeichelung der Nahrung (Kohlenhydratverdauung wird eingeleitet). Die Menge des abgesonderten Speichels wird sowohl über Geruch-Geschmack-Sensoren, als auch über Nervenreize (Nervus vagus) gesteuert. Die Stimulierung des Nervus vagus erfolgt über Chemosensoren innerhalb der Magenschleimhaut. Dieser besitzt auch direkten Einfluss sowohl auf die Magensäuresekretion in der cephalen als auch in der gastralen Phase. Innerhalb dieser beiden Phasen wird die Sekretion von HCl und Pepsinogen beeinflusst.
Nach der Einspeichelung im Maul der Tiere wird im Magen die enzymatische Verdauung fortgesetzt. Im Magen findet eine enzymatische Vorverdauung von Eiweißen und, durch Abgabe von Lipase, ebenfalls der Fettverdauung statt. Es wird in diesem Bereich allerdings nicht resorbiert.
Die Steuerung der Verdauungssäfte wird über die Botenstoffe des Histamin als zellularen Botenstoff, der sich in Mastzellen bildet, den Gastrin, ein Gewebehormon, das in den G-Zellen gebildet wird und vom pH-Wert des Magens gesteuert. Als ein Ansatz von phytogenen Stoffen in diesem Bereich werden u. a. die Bitterstoffe angesehen. Diese reizen die Kardia-, Fundus- und Antrumdrüsen, so dass vermehrt Sekret abgesondert wird. Durch die gesteigerten Sekretmengen kommt es zu einer Absenkung des pH-Wertes im Magen. Durch das Gastrin und das Somartostatin wird sichergestellt, dass es nicht zu einer Übersäuerung des Magens kommt, was in der Folge die Einstellung der Drüsenfunktion mit entsprechenden hormonalen und chemosensorischen Rückkopplungen auf das vegetative Nervensystem bedeuten würde. Eine Übersäuerung des Magens würde schlussendlich zu einer Einstellung oder Verminderung der Futteraufnahme führen würde. Dies ist einer der wesentlichen Unterschiede von natürlich gebildeten Sekreten gegenüber fremd zugesetzten Stoffen (übermäßige Gabe von organischen Säuren über das Futter).
Andere Aromasubstanzen (z. B. Pfefferminz) regen die Magenperistaltik oder die Sekretion der gastrischen Drüsen an. Weiterhin wird die körpereigene Enzymproduktion aktiviert.
Versuche haben auch gezeigt, dass digestarom die Fettverdauung optimiert was bedeutet, dass z. B. bei der gleichen Menge Fett eine größere Menge an Energie zur Verfügung steht. Der Hintergrund ist, dass die Enzymaktivität optimiert ist und mehr Gallenflüssigkeit zur Verfügung steht.